Mit über 300 Teilnehmenden an zwei Tagen war die Asylkonferenz 2013 in Dresden ein großer Erfolg. In Kürze findet ihr hier einen Tagungsbericht und ein Positionspapier mit den gesammelten Forderungen der Konferenzteilnehmenden.

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Asylum in Saxony: 3 hot topics of humane local refugee policies

Flyer Veranstaltung Fluechtlinge unerwuenscht?!

Flyer Asylkonferenz 2013

Veranstaltungsbeschreibung Asylkonferenz Multilingual

The situation of asylum seekers in Saxony is still dominated by enforced living in dilapidated and crowded camps, an insufficient access to medical care and a feeling of helplessness towards political ignorance and everyday racism. Our conference of initiatives focuses on these grievances with three topics: decentralized housing, decent health care and self-empowerment of refugees. Presentations and workshops will shed light on local problems and opportunities and introduce best practices from other federal states. Our guests show how a city council organizes humane housing for asylum seekers with ease, what a viable health care scheme for asylum seekers looks like and which potent campaign and empowerment strategies are currently employed by asylum seekers. Together we seek to carve out intersections to similar projects in Saxony and discuss political demands. The networking conference is aimed at initiatives, associations and actors dedicated in this field. Talks will be translated from/to German and English, including informal individual translations for discussions and workshops. Please let us know if you need translation to any other language. The event is free of charge and barrier-free. Childcare will be provided. For accommodation in Dresden please contact namf@notraces.net. For more information see www.weiterdenken.de

Workshop 1 “State: critical! How can effective medical care for refugees succeed?”
Asylum seekers, tolerated residents granted sojourn and illegalized refugees are subjected to the “Asylbewerberleistungsgesetz”, which severely limits their medical care. They are dependent on social services and medical administration who refuse them medical certifications for consultations. Language barriers and a lack of information about the German medical system frequently lead to treatment deficiency. Medical practitioners often face uncertain reimbursement. Starting from the “Bremer Modell” this workshop will work out new options for Saxon councils and counties and explore tangible ideas for their realization.

Workshop 2 „Get out of asylum camps! How decentralized housing can be put into practice.“
One of initiatives‘ most important demands in the field of asylum is that of decentralized housing for asylum seekers and residents granted sojourn, for many reasons:
Camps sicken, foster aggression, violate privacy – they are degrading! Nevertheless Saxony spots a multitude of camps for up to 400 people with an ongoing quest for more facilities. This workshop is run by Rita Schillings, secretary of Flüchtlingsrat in Leverkusen, where decentralized housing has been adopted successfully. We want to discuss questions such as: How can we start a Saxony-wide campaign? Whom do we need as partners? Which positive examples and experiences in Saxon cities and counties can be tied up to?

Workshop 3 „Mobilize! New Forms of Refugee Self-Empowerment“
2012 experienced new dynamics in the self organized struggle of Refugees in Germany and Europe. The VOICE Refugee forum is a Refugee self organized Network that has been fighting against the bad living conditions for many years now through creating platforms for Refugees to express
themselves and empower their self determination. Rex Osa is an Activist of the VOICE who has been engaged in mobilizing refugees self determination/organization all over Germany. He will be presenting the aims of his organization with a focus on exchanges that could help the situation of Refugees in Saxonia. The Workshop will be conducted in English and translated
into various languages by demand.

Asyl in Sachsen: 3 Brennpunkte einer menschenwürdigen lokalen Flüchtlingspolitik

Die Situation von Asylsuchenden wird in Sachsen immer noch durch Heime, unzureichende medizinische Versorgung und ein Gefühl der Ohnmacht gegenüber Behörden und alltäglichem Rassismus bestimmt. Die Initiativen-Konferenz möchte deshalb diese drei Themen in Workshops und Vorträgen in den Mittelpunkt stellen. Unsere Gäste werden gute Beispiele der Unterbringung in Wohnungen, der medizinischen Versorgung und Empowerment-Strategien von Asylsuchenden aufzeigen. Zusammen wollen wir Ideen für Sachsen entwickeln und politische Forderungen diskutieren. Die Vorträge der Konferenz werden auf Deutsch/Englisch und Englisch/Deutsch übersetzt. Für die Diskussionen in den Workshops werden Flüsterübersetzungen in verschiedenen Sprachen angeboten. Bitte teilen sie uns mit, für welche Sprache Sie eine Übersetzung benötigen.Die Veranstaltung ist kostenfrei und barrierefrei. Eine Kinderbetreuung kann nach Anmeldung angeboten werden. Für Übernachtungsmöglichkeiten wenden sie sich an namf@notraces.net. Mehr Infos unter www.weiterdenken.de.

Workshop 1 „Zustand: kritisch! Wie kann die effektive Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen gelingen?“
Asylsuchende, Geduldete und illegalisierte Flüchtlinge unterliegen dem Asylbewerberleistungsgestz, das ihre medizinische Versorgung stark eingrenzt. Im Alltag sind sie abhängig von den Sozial- oder Gesundheitsämtern, die ihnen die notwendigen Krankenscheine für Arztbesuche ausstellen. Sprachprobleme und fehlende Informationen über das deutsche Gesundheitswesen führen häufig zu mangelhafter oder zu später Behandlung gesundheitlicher Probleme. Ärzte sind oft unsicher, ob ihnen Behandlungen durch die Ämter erstattet werden. Im Workshop wollen wir ausgehend vom Beispiel des “Bremer Modells“ neue Möglichkeiten für sächsische Kommunen und Landkreise erarbeiten und uns konkrete Ideen zur Umsetzung überlegen.

Workshop 2 „Raus aus dem Heim! Wie sich dezentrales Unterbringung verwirklichen lässt.“
Eine der wichtigsten Forderungen von Initiativen im Bereich Asyl ist die nach dezentraler Unterbringung von Asylsuchenden und Geduldeten. Dafür gibt es viele Gründe: Gemeinschaftsunterkünfte machen krank, fördern Aggressionen, verletzen die Privatsphäre – sie sind menschenunwürdig! Dennoch gibt es in Sachsen eine Vielzahl von Heimen mit bis zu 400 Plätzen und es wird weiter nach Standorten gesucht. Gast in diesem Workshop ist die Geschäftsführerin des Leverkusener Flüchtlingsrates Rita Schillings. In Leverkusen wurde erfolgreich das Konzept der dezentralen Unterbringung umgesetzt. Wie können wir gemeinsam eine sachsenweite Kampagne zur dezentralen Unterbringung von Geflüchteten auf den Weg bringen? Wen brauchen wir als Partner_innen? Welche positiven Beispiele und Erfahrungen gibt es in sächsischen Städten und Landkreisen an die wir anknüpfen können? Diese Fragen wollen wir im Workshop diskutieren.

Workshop 3 „Mobilize! New Forms of Refugee Self-Empowerment“

Im Jahr 2012 gab es eine ganz neue Dynamik im selbstorganisierten Kampf von Geflüchteten in Deutschland und Europa. The Voice Refugee Forum ist ein Netzwerk von Flüchtlingsinitiativen, das sich seit vielen Jahren gegen die schlechten Lebensbedingungen von Flüchtlingen in Deutschland engagiert, in dem es ihnen eine Plattform bietet, sich selber auszudrücken und selbstbestimmt zu leben. Rex Osa ist ein langjähriger Aktivist von The Voice und in ganz Deutschland aktiv, um Geflüchtete zu ermutigen. Im Workshop wird er die Ziele von The Voice vorstellen und im Hinblick auf die Situation von Geflüchteten in Sachsen Handlungsmöglichkeiten mit den Teilnehmenden erarbeiten. Der Workshop wird in englischer Sprache durchgeführt, Flüsterübersetzungen sind möglich.