Haarsträubender Vorfall im Lidl

Wenn 11 Cent wichtiger als ein menschliches Leben sind

Eine Frau ging in der Woche vom 25. August 2014 morgens zu Ihrer Frauenärztin, weil sie schwanger war und nachprüfen wollte, wie die Schwangerschaft verlief. Alles war in Ordnung, die Gynäkologin verordnete ihr allerdings jegliche Stressvermeidung. Anschließend entschied sie sich mit ihrem anderen Kind im Kinderwagen in den Lidl am Hauptbahnhof in Dresden zu gehen. Sie wollte einkaufen.

Im unteren Teil des Kinderwagens befand sich eine bereichts gekaufte und abgenutzte und vom Kind abgekaute kleine Wasserflasche, die mit Leitungswasser gefüllt war. Als sie an der Kasse zum bezahlen ihres Einkauf ankam, wurde sie des Diebstahls beschuldigt. Ihr wurde eine Anzeige angedroht. Da sie nur wenig Deutsch sprechen kann und sich nicht ausreichend verständigen konnte, brach sie in Tränen aus. Die anwesenden Kunden*innen versuchten die Situation zu klären, was ihnen aber nicht gelang. Die Security und das Personal redete aggressiv auf sie ein. Schließlich entschied sie sich die Schuld auf sich zu nehmen und die 11 Cent für die Flasche zu bezahlen und ging anschließend aufgelöst nach Hause.

Im Laufe des Tages hatte sie erhebliche Blutungen und am nächsten Tag wurde der Tod ihres ungeborenen Babys von der Gynäkologin festgestellt. Ob dieses Erlebnis ursächlich dafür war, ist nicht ganz klar. Förderlich war es auf keinen Fall und das Vorgehen des Personals bei Lidl sehr unverhältnismäßig. Offensichtlich haben rssistische Ressentiments des Personals zu dem Tod ihres Babys erheblich beigetragen.

Wir verurteilen diese menschenfeindliche Handlungen seitens des Lidl-Personals und fordern rechtliche Konsequenzen. Außerdem bitten wir Zeug*innen des Vorfalls, sich bei uns zu melden.