Möchten Sie Dresdens Sozialbürgermeister aufhängen?

Fr 30.11.2012 um 19 Uhr Finissage des Kukusa e.V.
Stadteilhaus Dresden Äußere-Neustadt, Prießnitzstraße 18, 01099 Dresden

Der Dresdner Künstler und Canaletto-Preisträger 2011, Helmut Otto Rabisch, versucht – im
Rahmen des Diskursprojektes „RAMPA“ – auf künstlerische Weise zu erklären, warum versucht
wird, die Weiternutzung des ehemaligen Herbergsschiffes „Koje“ zu unterbinden.Rabisch bringt dabei seine Vermutung zu den Beweggründen des Liquidators der QAD mbH,Matthias Beine, sowie deren Aufsichtsratsvorsitzenden, Sozialbürgermeisters Martin Seidel, mit Öl
auf zwei Leinwände. „In meinen beiden Bildern zählt nicht nur das, was wir beim ersten Blick
erkennen. Sondern mehr die kleinen Details, die nicht immer sofort ins Auge stechen, das Ganze
jedoch zu dem machen, was Seidel versucht. Den Titel Abwrackbürgermeister hat er sich redlich
verdient!“ Dem kann Karsten Müller vom KuKuSa e.V. nur beipflichten: „Inzwischen liegen interne
Unterlagen der QAD mbH zum angeblich transparenten Ausschreibungsverfahren vor. Und diese
Unterlagen belegen klar und deutlich, dass Seidel mit seinen öffentlichen Statements mehr als nur
einmal weit an der Wahrheit vorbei geschwommen ist. Ich frage mich ehrlich, wie das mit den
restlichen Projekten der QAD gelaufen ist. Vor allem bei denen mit hohen finanziellen Mitteln -
waren diese auch von Seidel dominiert?“

„RAMPA“ ein Kunstprojekt zu Gunsten von Menschen mit Behinderung, endet
Freitag, den 30.11.2012 um 19.00 Uhr
nach mehreren Aktionstagen mit Finissage und großer Versteigerung. Dabei werden Werke
verschiedener Dresdner Künstler_innen zu Gunsten einer Stiftung für Menschen mit Behinderung
versteigert. Und nicht zuletzt bietet sich letztmalig die Gelegenheit, diese Ausstellung zu besuchen.
Der gesamte Erlös aus dem 80 × 110 cm großen Ölgemälde „Sei(de)lschaften“ von Helmut Otto
Rabisch wird an das Dresdner „Netzwerk AsylMigrationFlucht“ gespendet, welches sich unter
anderem für die Rechte von Asylsuchenden einsetzt. „Gemeinsam mit Helmut Otto Rabisch haben
wir uns für „NAMF“ entschieden. Denn einer der Beweggründe, weshalb dieses Gemälde entstand,
ist die Unterbringung von 54 Asylsuchenden auf der „Koje“. Der beengte Raum ist so für eine
menschenwürdige Unterbringung vollkommen ungeeignet. Angeblich nur für einige Tage, nämlich
bis zum 1. Dezember, so lauteten Seidels Worte. Die sind aber längst vergessen und die Dauer
der Unterbringung wurde einfach bis Ende Dezember verlängert. Doch weitaus schlimmer wiegt
die Tatsache, dass wahrscheinlich die Sicherheitstechnik auf dem Schiff nicht in Funktion ist.
Anders als der Presse, wurde uns noch nach dem Einzug der Asylbewerber_innen durch den
Sozialbürgermeister Seidel mitgeteilt, dass kein Geld für Reparaturen am Schiff vorhanden und die
Sicherheitstechnik defekt sei. Hier glaube ich seinen Worten.“ So Dirk Schneider vom Vorstand.

Link zu den Ölgemälden:
http://www.kukusa.org/Downloadbereich.html


1 Antwort auf „Möchten Sie Dresdens Sozialbürgermeister aufhängen?“


  1. 1 Gunter Zahn 03. Dezember 2012 um 18:12 Uhr

    Wenn diese Unterkunft kurze Zeit vorher noch für Touristen eine zumutbare Unterkunft war, dann frage ich mich, warum Sie sich hier so polemisch gegen diese Möglichkeit so sehr echauffieren ?

    Wenn diese Menschen wirklich auf der Flucht vor Gefahr wären, was ja im Asyl begründet wäre, dann kämen diese Menschen nicht immer nur gerade zur unwirtlichen Jahreszeit zu uns. Sie als Lobbyist für jedweden Kampf gegen die Staatsordnung sprich Anarchie, ist das natürlich ein gefundenes „Fressen“ (diese Sprache verstehen sie sicherlich besser).

    Zur besseren Verständigung: ich bin kein Vertreter der Kapitalistischen Ordnung, aber ohne „Ordnung“ ist auf dieser Erde keine soziale Lebensform möglich.

    MfG
    G. Zahn

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